Wann hast Du deine WordPress Website das letzte mal gesichert und geschieht dies regelmäßig? Oft höre ich von meinen Kunden: eine regelmäßige Sicherung brauchen wir nicht, das machen wir schon irgendwie selbst. Wenn ich dann frage, was passieren würde, wenn alle Daten der letzten Jahre auf einmal weg wären, dann wird oft geschluckt. Das Thema Datensicherung wird leider oft auf die leichte Schulter genommen. Man muss nicht immer gleich vom schlimmsten ausgehen wie beispielsweise ein massiver Hacker Angriff, es kann auch sein das es einen Servercrash gibt oder Anwenderfehler und die Daten auf einmal weg sind. Bei vielen Hostern gibt es auch eine Datensicherung und je nach Hoster kann man auf 2 oder weniger Wochen zurückgreifen. Das Einspielen dieser Sicherungen kann aber auch Geld kosten und was wenn in dieser Datensicherung schon infizierte Dateien sind, falls deine WordPress Website gehackt wurde? Dann bringt dir diese Sicherung leider nur wenig. Manuelle WordPress Backups müssen also her.

Erstelle daher selbst WordPress Backups. Es gibt dafür verschiedene Möglichkeiten, wie Du deine Seite sichern kannst.

Manuelle Sicherung der WordPress Daten über FTP

Nutze ein FTP Programm um dich mit deinem Webserver zu verbinden und um die Daten herunterzuladen. Hier kannst Du beispielsweise Filezilla oder ähnliche Software Tools nutzen. Die Zugangsdaten für deinen FTP Account findest Du beim Hoster, wenn Du dich anmeldest. Du brauchst dafür den Servernamen, den Benutzernamen und das Passwort. Diese Informationen trägst Du in deinem FTP Programm ein. Wenn Du immer wieder mal diesen Zugriff benötigst, empfiehlt sich das beim FTP Programm als Favorit oder Eintrag zu erstellen. So geht das Verbinden zum FTP in Zukunft schneller und musst nicht erst nach den Zugängen schauen.

Verbinde dich mit deinem Server und kopiere Dir alle Daten auf deinen Rechner. Am besten legst Du dafür einen eigenen Ordner an und nennst diesen WordPress Backups oder Datensicherung. So sieht die Verzeichnis Struktur deiner WordPress Seite aus. Je nach dem welche Plugins Du nutzt kann es hier weitere Ordner wie z. B. wp-snapshots geben.

Markiere alle Dateien und Ordner und ziehe diese dann mit der Maus auf deinen Rechner in den Ordner für die Datensicherungen. Am besten legst Du noch einen Unterordner an und gibst diesem ein Datum. Dann weißt Du wie aktuell diese Daten sind.

Manuelle Sicherung der Datenbank über phpMyAdmin

Bei deinem Hoster gibt es irgendwo den Punkt mySQL Datenbanken und dort kannst Du dann über phpMyAdmin deine Datenbank öffnen. Hier findest Du dann alle Tabellen wie deine WordPress Datenbank aufgebaut ist. Das sieht in etwa so aus:

Jetzt gehst Du oben auf den Punkt „Exportieren“

Du kannst alle Einstellungen so lassen und wenn Du auf „OK“ klickst wird eine .sql Datei heruntergeladen. Diese speicherst Du am besten auch auf deinem Rechner im Ordner WordPress Backups.

Automatische Datensicherung WordPress

Jetzt hast Du gelernt wie Du Du manuelle WordPress Backups erstellst. Wie Du dir vielleicht denken kannst, ist die manuelle Methode etwas aufwändiger, wenn man sich mit der Technik nicht so gut auskennt. Alternativ kannst Du auch ein Plugin für deine WordPress Backups nutzen. Mein Favorit ist das Plugin UpdraftPlus.

Denn die Backups sind mit einem Klick erstellt und es lassen sich auch regelmäßige Sicherungen einstellen. In diesem Beispiel wird wöchentlich gesichert und die Daten 8 Wochen aufgehoben:

Je nach dem wie oft Du an deiner WordPress Website Änderungen vornimmst und wie viele, eignet sich ein anderes Intervall besser. Das kann man pauschal nicht wirklich sagen. Wichtig ist nur, dass Du deine Sicherungen öfter machst und auch mal probierst ob sich die Sicherung im schlimmsten Fall wiederherstellen lässt. Außerdem kannst Du bei UpdraftPlus auch auf einen externen Pfad sichern um die doppelte Sicherheit zu haben. Du kannst die Daten in eine Cloud sichern und falls dein FTP Server gehackt werden sollte und die Sicherung dort weg ist, hast Du immer noch Plan B und kannst die WordPress Backups von deiner Cloud ziehen.

Ich hoffe Dir hat dieser Artikel gefallen und Du kannst nun manuelle WordPress Backups erstellen.