In den WordPress-Editor eingegebener PHP-Code wird nicht ausgeführt, sondern in Artikeln, Beiträgen oder Widgets schlicht als Text angezeigt, die Tags der Scriptsprache werden entfernt. Doch es gibt Wege, PHP in WordPress zu verwenden und eigenen Code ausführen zu lassen. Und das, ohne dazu jedes Mal Hand an den Theme-Code zu legen und dort beispielsweise ein separates Seiten-Template anzulegen. Einsatzbeispiele sind die beliebige Verwendung von eigenem Code oder die Nutzbarmachung älterer Widgets, die von aktuellen WordPress-Versionen nicht mehr unterstützt werden.

Da PHP Code jedoch Probleme verursachen kann, sollte man sich damit auskennen und im Zweifel andere Möglichkeiten in Erwägung ziehen. Durch die Vielzahl an verfügbaren Plugins in WordPress ist PHP-Code nur selten erforderlich.

Plugins
Spezielle WordPress-Plugins stellen die einfache Variante dar, PHP-Code auszuführen. Unter den zahlreichen, die sich im Plugin Verzeichnis finden, seien zwei populäre genannt:

Mit PHP Snippets kann einfacher PHP-Code über [shortcode]. in Beiträge und Widgets eingefügt werden. Mit den eigenen, kleinen Snippets kann man sich etliche andere Plugins sparen.

Etwas umfangreicher ist die Alternative PHP Code for posts. Dieses Plugin stellt eine Optionsseite im Admin-Bereich zur Code-Verwaltung bereit. Einsatz und Wiederverwendung von Code in Seiten, Artikeln, Widgets und Custom Post Types lassen sich so besser überblicken. Ein Array zur Variablendefinition ist enthalten.

PHP-fähige Widgets über die functions.php
Die zentrale functions.php Datei jedes WordPress Themen ist um beliebige Funktionen erweiterbar. Um PHP-Code innerhalb von statischen Text-Widgets ausführen zu lassen, fügt man die folgende Funktion in diese Datei ein:

add_filter('widget_text', 'php_in_widget', 99);
function php_in_widget($text) {
if (strpos($text, '<' . '?') !== false) {
ob_start();
eval('?' . '>' . $text);
$text = ob_get_contents();
ob_end_clean();
}
return $text;
}

Diese Funktion prüft im Widget-Text ob die Signalbegriffe “<?” und “php” auftauchen. Falls ja, wird der Code ausgeführt.

PHP-Includes über Shortcode
Für Fortgeschrittene beschreibt blog.kulturbanause.de einen weiteren Weg. Doch Vorsicht: Die dort angeführten Warnhinweise sind durchaus ernst zu nehmen. Auch wer sich gut mit PHP auskennt, sollte vorsichtshalber zumindest auf einer lokalen Instanz testen, um nicht unabsichtlich die Webseite zu beschädigen.